SIEMENS überholt Dow Jones Gründungsmitglied General Electric

Von der kleinen Berliner Hinterhofwerkstatt zur Weltfirma – nur wenige Unternehmen können auf eine so lange und erfolgreiche Historie wie Siemens zurückblicken. Was vielen seiner Vorgänger noch misslungen ist, gelang nun Joe Kaeser. Deutschlands Vorzeigeunternehmen konnte seinen erbitterten Rivalen und einstmals wertvollstes Unternehmen der Welt und Gründungsmitglied im Dow Jones Industrial Average Index – General Electric – vor kurzem im Unternehmenswert überholen. Für General Electric kommt es noch bitterer, nach über 100 Jahren Indexzugehörigkeit muss das Unternehmen im Dow Jones Index einer Drogeriekette weichen. Siemens surft hingegen in Deutschland derzeit auf einer Erfolgswelle und ist das zweitwertvollste deutsche Unternehmen, hinter SAP.

Doch zunächst zurück zur Hinterhofwerkstatt. Mit der Konstruktion des Zeigertelegrafen legt Werner von Siemens 1847 den Grundstein für das heutige Unternehmen. Für die Herstellung seines Apparats gründet Werner von Siemens mit dem Feinmechaniker Johann Georg Halske die „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“. Die Zehn-Mann-Werkstatt nimmt am 12. Oktober 1847 in einem Berliner Hinterhof in der Schöneberger Straße 19 den Betrieb auf.  1848 erhält Siemens den Auftrag, die erste Ferntelegrafenverbindung Europas zu bauen. Die rund 670 Kilometer lange, weitgehend unterirdisch verlaufende Linie zwischen Berlin und Frankfurt am Main geht im Februar 1849 in Betrieb. Im März desselben Jahres wird Friedrich Wilhelm IV. zum Deutschen Kaiser gewählt. Dank der neuen Kommunikationstechnik wird die Nachricht aus Frankfurt innerhalb von nur einer Stunde in Berlin bekannt. Kurze Zeit später expandiert Siemens nach Russland und baut eine Telegrafenleitung von Warschau bis nach Sankt Petersburg, wo Carl von Siemens eine Niederlassung aufbaute. 1858 folgt eine weitere Niederlassung in London, wo später eine Kabelfabrik hinzukommt. Von dort begann 1870 der Bau eines Überseekabels nach Amerika, das das bis dahin bestehende Monopol aufbrechen sollte, 1875 wurde die Telegrafenlinie in Betrieb genommen und konnte durch ihre bessere Qualität überzeugen.

Zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften beteiligt Siemens bereits 1858 seine Mitarbeiter am Unternehmenserfolg, was auch heute noch der Fall ist, so werden Mitarbeiter-Aktien zu vergünstigten Konditionen ausgegeben. Damit ist Siemens Vorreiter in Sachen Mitarbeiterbeteiligung und sehr erfolgreich damit, der größte Teil nimmt das Angebot an, es gilt als eines der erfolgreichsten Modelle in Deutschland. 1872 gibt Werner von Siemens die Gründung einer Pensions-, Witwen- und Waisenkasse für die Beschäftigten bekannt. Die Arbeiter haben von nun an Anspruch auf Zahlung einer Pension, deren Höhe sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit richtet, der Vorläufer der betrieblichen Altersversorgung sozusagen. 1873 führt Siemens & Halske in Berlin den Neun-Stunden-Arbeitstag ein, 1891 wird das tägliche Arbeitspensum auf achteinhalb Stunden reduziert.

1866 gelingt Tüftler Werner von Siemens seine wohl bedeutendste Leistung. Er entdeckt das dynamoelektrische Prinzip und konstruiert den Wegbereiter moderner Großgeneratoren: die Dynamomaschine. 1875 ist der Dynamo serienreif. Die Möglichkeit, elektrische Energie in großen Mengen wirtschaftlich erzeugen und verteilen zu können, beflügelt die gesamte Wirtschaft. Erste Anwendungsfelder sind die elektrische Beleuchtung und der Antrieb mit Elektromotoren. 1879 wird das erste Privathaus Deutschlands elektrisch beleuchtet. Wenige Wochen später präsentiert Siemens & Halske die erste elektrische Eisenbahn der Welt. Für internationales Prestige sorgt der Bau einer Telegrafenleitung bis nach Indien, was die Informationsübermittlung zwischen Indien und Europa von 30 Tagen auf rund 30 Minuten verkürzt.

1890 übergibt Werner von Siemens die Leitung an seinen Bruder Carl und seine Söhne Arnold und Wilhelm, ehe er 1892 verstirbt. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigt Siemens & Halske bereits 6500 Mitarbeiter. Zu dieser Zeit beginnt die Expansion nach Südafrika wo man am Goldrausch mitverdienen möchte. In der Nähe von Johannesburg errichtet Siemens mehrere Drehstrom-Kraftwerke, die die Goldminen und aufstrebenden Goldgräberstädte über Hochspannungsleitungen mit Strom versorgen. 1897 wird Siemens & Halske in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, um sich leichter im kapitalintensiven Geschäftsfeld finanzieren zu können. 1903 übernimmt Siemens den Konkurrenten Schuckert aus Nürnberg, um sich so besser im Stark- und Schwachstrom aufzustellen. Das starke Wachstum führt letztlich dazu, dass Siemens um die Jahrhundertwende beginnt, einen eigenen Stadtteil in Berlin Spandau für sich und seine Mitarbeiter auf- und ausbaut, heute auch bekannt als Siemensstadt mit der prägnanten Turmuhr.

Im ersten Weltkrieg ist Siemens wie viele Firmen in die Rüstungsproduktion eingebunden, neben der Fernsprechtechnik und Scheinwerfern, wird auch die Entwicklung von Flugzeugmotoren vorangetrieben. Nach dem Kriegsende verliert Siemens nahezu alle Auslandstochtergesellschaft und –patente, und damit einen Großteil seiner Wirtschaftskraft. Fortan will man sich auf die Elektrotechnik konzentrieren. 1919 gründet man zusammen mit der Auerbachgesellschaft und AEG die OSRAM GmbH KG, um die Kräfte der Glühlampenherstellung zu bündeln. Nachdem die ersten Fernsprechleitungen überwiegend Freileitungen waren, und damit sehr störanfällig, begann Siemens damit durch eine Art Verstärker die Gesprächsqualität zu verbessern und immer mehr Leitungen unterirdisch zu verlegen. Nach und nach werden auch die alten Geschäftsbeziehungen ins Ausland wieder aufgenommen. 1925 bis 1929 verantwortet Siemens als Generalunternehmer den Bau des Wasserkraftwerkes Ardnacrusha am Fluß Shannon in Irland, wo drei 30MW-Generatoren Strom erzeugen.

Siemens Einstieg in die Medizintechnik begann 1924 mit der Beteiligung an Reiniger, Gebbert & Schall, um diese später ganz zu integrieren und als Siemens-Reiniger-Werke fortzuführen.

Im zweiten Weltkrieg werden ein Großteil der Industrieanlagen von Siemens zerstört, noch nutzbaren Anlagen werden von der Sowjetarmee abgebaut und als Reparationsleistungen in die Sowjetunion transportiert. Siemens Patente und Namensrechte werden annulliert und freigegeben. Die Wiederauferstehung von Siemens startet vor allem aus Bayern heraus, aus Hof (Schuckert Werke), Erlangen (Reiniger-Werke) und München, wo der neue Hauptsitz von Siemens & Halske entsteht, und weil die Lage in Berlin problematisch bleibt. Nachdem die Alliierten die Handelsbeschränkungen lockern, kauft Siemens Produktionsgesellschaften sowie Patente und Namensrechte zurück. Man kann erste Großaufträge in Argentinien und Saudi Arabien ans Land ziehen, der Anteil an Auslandsgeschäften erreicht 1956 bereits wieder 25%. 1957 steigt man in die Digitaltechnik ein und baut unter dem Namen SIMATIC das erste transistorgesteuerte Steuerungssystem und legt damit den Grundstein für die elektronische Industrieautomatisierung. In der Wirtschaftswunderzeit steigt auch die Nachfrage nach den Siemens Konsumgütern wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Radios und Fernsehgeräte. Zunächst werden diese in der Siemens Electrogeräte AG gebündelt, später durch den zunehmenden Wettbewerb eine Kooperation mit Bosch eingegangen, die letztlich 1967 im Gemeinschaftsunternehmen Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH mündet. 2015 gehen die Siemens- Anteile komplett an Bosch über. Aus Siemens & Halske, Siemens Schuckertwerke und Siemens Reiniger Werke wird 1966 die Siemens AG, mit sechs Geschäftsbereichen: Bauelemente, Datentechnik, Energietechnik, Installationstechnik, Nachrichtentechnik und Medizintechnik.

Die Globalisierung und der technische Fortschritt bringen Siemens dazu, immer mehr in die Forschung zu investieren. So entsteht ab 1975 in München-Perlach ein neues Forschungszentrum, die Denkfabrik für Datentechnik, und leitet den Wandel vom Elektro- zum Elektronikkonzern ein. Mit einem großen Kraftakt und in einer Kooperation zunächst mit Philipps später mit Toshiba steigt Siemens in die Micro-Chips-Produktion ein, ab 1987 werden in Regensburg 1Mbit-Chips hergestellt. Später wird das Geschäft als Infineon ausgelagert und an den Neuen Markt an die Börse gebracht. 1990 wird die Nixdorf Computer AG übernommen, zunächst als SNI weitergeführt, später an Fujitsu weitergereicht. Nachdem Heinrich von Pierer in den 90er Jahren Siemens ein Effizienzprogramm auferlegt hatte und mehr in Richtung Kapitalmarkt ausgerichtet hatte, ging sein Nachfolger Klaus Kleinfeld wieder mehr in Richtung Zukunftsorientierung und richtete Siemens auf die Säulen Energie, Infrastruktur und Gesundheit aus. Zu diesem Zweck richtete Kleinfeld das Unternehmen auf die drei Megatrends der Zeit aus: die Konzentration von Menschen in Städten, die Zunahme der Weltbevölkerung im Zeichen des demografischen Wandels und der sich beschleunigende Klimawandel. Diese Trends decken die zentralen Siemens-Arbeitsfelder Energie und Umwelt, Automatisierung und Infrastruktur im öffentlichen und privaten Bereich sowie Gesundheit ab. Auch die Akquisitionen orientieren sich daran. So verstärkte sich das Unternehmen im Bereich Wasserversorgung mit der amerikanischen Gesellschaft USFilter, im Energiebereich mit dem Weltmarktführer für Offshore-Windkraftanlagen Bonus Energy, im Industriesegment mit dem Getriebehersteller Flender und in der Medizintechnik mit CTI Molecular Imaging. Auch im Bereich Digitalisierung und Automatisierung blieb Siemens nicht untätig und kaufte die amerikanische UGS Corp., einen Spezialisten für Produktdatenmanagement, Design und Simulation von Fertigungsprozessen. Mit der Akquisition von LMS, Spezialist für mechanische Simulation, CD-adapco, ein Spezialist für Strömungsmechanik und Mentor Graphics, ein Spezialist für Halbleiterkonstruktion, kommt Siemens der Idee einer Digitalen Fabrik immer näher.

2013 wird Joe Keaser neuer Vorstandsvorsitzender und stellt seine Vision 2020 vor. Mit ihr soll sich auf die Wachstumsfelder Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung konzentriert werden. 2014 erwirbt man von Rolls Royce das Geschäft mit aero-derivativen Gasturbinen und Kompressoren, 2015 mit Dresser-Rand den US-Weltmarktführer für im Bereich Kompressoren, Dampf-und Gasturbinen. 2016 startet Siemens mit next47 eine Innovationsinitiative mit der der Startups unterstützt werden sollen und Potentiale für Siemens entdeckt werden sollen. Daneben geht der Konzernumbau weiter, die wettbewerbsintensive Windkraftsparte fusioniert zu Siemens Gamesa, der Turnaround und die Marktführerschaft wird bis 2020 angestrebt, allerdings werden wohl auch 6000 Arbeitsplätze abgebaut. Vor kurzem wurde die Fusion der Eisenbahnsparte von Siemens und der französischen Alstom besiegelt, mit mehr als 15Milliarden Umsatz und über 60000 Mitarbeitern entsteht hier ein echtes Schwergewicht. Die Zentrale für Schienenfahrzeuge wird in Paris angesiedelt, die für Mobilitätslösungen in Berlin, die betroffenen Mitarbeiter erhalten eine vierjährige Jobgarantie. Nicht ganz rund läuft es in der Sparte Power & Gas, die teils umstrittene deutsche bzw. europäische Umweltpolitik und das Embargo gegen Russland führten zu starken Auftragsrückgängen. Die eigentlich notwendige Kapazitätsanpassung wird von Gewerkschaften und von der Politik scheinheilig blockiert, obwohl sie ja an der Situation nicht ganz unschuldig sind. So bleibt die Zukunft der Siemens Kraftwerkssparte weiter offen, inzwischen wird sogar über einen Verkauf nachgedacht, ein möglicher Käufer könnte ausgerechnet der langjährige Rivale General Electric werden. Deutlich besser läuft es für die Medizintechniksparte, die kürzlich als Siemens Healthineers furios an der Börse durchgestartet ist. In einem unruhigen Börsenumfeld konnte die Healthineers Aktie mehr als 20 Prozent seit dem Börsengang zulegen. Besonders stark ist man bei Röntgengeräten, Computertomographen vertreten, aber auch bei der Labortechnik und modernen eHealth-Lösungen.

Im Geschäftsjahr 2017, das am 30. September 2017 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 83 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 6,2 Milliarden Euro und hatte weltweit rund 370.000 Beschäftigte. Gut die Hälfte des Gewinns wurde als Dividende an die Aktionäre verteilt, 3,70Euro je Aktie. Davon profitierten auch die zahlreichen Mitarbeiter-Aktionäre, mehr als die Hälfte der Belegschaft nutzt das Angebot Mitarbeiter-Aktien zu beziehen, und es zählt damit zu den erfolgreichsten Mitarbeiterbeteiligungsmodellen in Deutschland. Vorstandschef Joe Keaser würde das erfolgreiche Modell der Mitarbeiter-Aktie gerne mehr in Deutschland verbreiten, wird aber von Politikern und Gewerkschaftern ausgebremst. Stattdessen arbeitet die Politik bei der Altersvorsorge an neuen Zwangsrentenmodellen. Das halten wir für falsch, zum einen ist Zwang eine Entmündigung, und zum anderen ist ein Vermögensaufbau über eine Beteiligung der Arbeitnehmer an den Unternehmensgewinnen die bessere Lösung.

Die Deutschlandrente ist via Indexfonds in Siemens investiert. Die Kurzinformation ist jedoch nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung zu verstehen, sondern dient lediglich zur allgemeinen Information.
(Quelle: Siemens, eigene Recherchen)

 

Immobilien als stabiles Fundament

Eine eigengenutzte Immobilie ist für Viele eine geeignete Altersversorgung. Auch vermietete Immobilien können eine gute Altersversorgung sein. Allerdings sind die Einstiegshürden für Normalverdiener oft sehr hoch, Kreditaufnahmen erhöhen das Risiko, zudem gibt es häufig ein sogenanntes Klumpenrisiko weil eine Streuung in der Regel nicht gegeben ist, sowie mögliche Probleme mit den Mietern. Die Antwort heißt Immobilien-Unternehmen, von denen sechs Werte Bestandteil der DRenta DeutschlandRente® sind: Alstria, Deutsche Euroshop, Deutsche Wohnen, LEG Immobilien, TAG Immobilien und Vonovia, Deutschlands größtem Wohnungsunternehmen. Bequem und ohne viel Aufwand wird man mittelbar Immobilieneigentümer, nur dass man statt der Miete nun eine attraktive Dividende erhält.

Die alstria office REIT-AG mit Sitz in Hamburg ist als Immobilienunternehmen auf die Akquisition, den Besitz und die Verwaltung von Bürogebäuden in Deutschland fokussiert. Die Gesellschaft investiert nicht nur in den Immobilienhochburgen, wie Hamburg (34 Immobilien), Rhein-Ruhr-Gebiet (35 Immobilien), Frankfurt (7 Immobilien) sondern auch in Nebenzentren wie Dresden oder Trier. Im Oktober 2007 wurde der Gesellschaft der REIT-Status zuerkannt. Besonderheit des REIT-Status ist eine hohe Ausschüttungsquote von 90%, sowie eine Mindesteigenkapitalquote und teilweisen Steuervorteilen Das Immobilien-Portfolio umfasst 116 Gebäude mit einer vermietbaren Fläche von 1,6 Mio. qm und einem Gesamtportfoliowert von EUR 3,4 Mrd. Bekannte Mieter sind u.a. Bilfinger, Daimler, Siemens, Telekom, Barmer, HUK Coburg sowie Landesbehörden von Hamburg, NRW und Baden-Württemberg. Die letzte Dividende lag bei 0,52Euro je Aktie also bei etwas über 4%. Größter Aktionär ist der Staatsfonds von Singapur.

Die Deutsche EuroShop AG mit Sitz in Hamburg investiert ausschließlich in Shoppingcenter an verschiedenen Standorten im europäischen Raum, die jeweils ein großes Einzugsgebiet abdecken. Dabei operiert die Gesellschaft als vermögensverwaltende Holding. Ende 2017 war sie über Objektgesellschaften an 21 Shoppingcentern in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt. Die Anzahl der Geschäfte lag bei über 2.700 und die Mietfläche bei 1,9 Mio. Quadratmetern. Insgesamt erreichte der Betreiber der Shoppingcenter rund 151 Mill. Besucher. Für das Centermanagement ist die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG verantwortlich, die seit rund 50 Jahren in diesem Markt tätig ist und in Europa zu den Marktführern zählt. Einschließlich der Standorte im Ausland wird die Mietfläche laut Unternehmen weitgehend vom Einzelhandel genutzt. Ein geringer Anteil entfällt auf Büro- und Praxisräume, Kinos und sonstige Dienstleistungen.  Bekannte Mieter sind u.a. Apple, H&M, MediaMarkt, Peek & Cloppenburg, Rewe, Saturn, Sportscheck, TK Maxx, und Zara.    Größter Aktionär ist die Familie Otto vom gleichnamigen Versandhändler. Die Deutsche Euroshop gehört zu den zuverlässigsten deutschen Dividendenzahlern, auch Dividenden-Aristokraten genannt, in diesem Jahr soll 1,50Euro je Aktie ausbezahlt werden, was einer Dividendenrendite von über 4,5% entspricht.

Die Deutsche Wohnen SE mit Sitz in Berlin fungiert als Holding für eine Gruppe von Unternehmen, die Wohnimmobilien bewirtschaften und entwickeln sowie Seniorenobjekte betreiben. Gegründet wurde das Unternehmen 1998 von der Deutschen Bank, die ein großes Wohnungsportfolio von der Pensionskasse Hoechst und Rheinland Pfalz übernommen hatte. 2007 erwarb man die seit 1924 in Berlin ansässige Gehag (Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau AG), 2012 von Barclays die Baubecon mit mehr als 23.000 Wohnungen. 2013 wurde die Berliner GSW Immobilien AG übernommen. Insgesamt befanden sich Ende 2017 rund 163.000 Wohn-und Gewerbeeinheiten im Bestandsportfolio der Gesellschaft mit einem Gesamtwert von 15,7 Mrd. Euro. Der regionale Schwerpunkt liegt auf Berlin mit rund 100.000 Objekten. Aber auch andere wachstumsstarke Ballungszentren und Metropolregionen Deutschlands wie etwa Rhein-Main (Frankfurt) und Rheinland (Düsseldorf) prägen das Portfolio. Die Tätigkeit der Gruppe ist auf das Kerngeschäftsfeld Wohnimmobilien ausgerichtet, das sich in die drei Segmente „Wohnungsbewirtschaftung“, „Verkauf“ sowie „Pflege & Betreutes Wohnen“ gliedert. Die Deutsche Wohnen besitzt und pflegt vier Unesco Welterbe Baudenkmäler in Berlin, wie Hufeisensiedlung Britz, die Weiße Stadt, die Ringsiedlung Siemensstadt und die Wohnstadt Legien. Um die Wohnungsnot im Berliner Raum etwas zu mildern, wurden zudem mehrere Großprojekte in Angriff genommen, in Berlin Westend, Potsdam Krampnitz und Potsdam Babelsberg. Größter Aktionär ist Blackrock. An Dividende sollen 0,80Euro ausbezahlt werden, was rund 2% Dividendenrendite bedeutet, sollte sich insbesondere der Berliner Wohnungsmarkt weiter so entwickeln wie bisher, dann dürften zudem Wertsteigerungen winken.

Die LEG Immobilien AG mit Sitz in Düsseldorf ist die Obergesellschaft eines führenden deutschen Wohnimmobilienkonzerns, dessen Portfolio stark diversifiziert ist. Es umfasste Ende 2017 rund 130.000 Wohneinheiten in stadtnahen Wohnungen bis hin zu Wohnsiedlungen im Grünen. Darüber hinaus gehörten dem Konzern zum Bilanzstichtag 1.100 Gewerbeeinheiten sowie 32.000 Garagen und Stellplätze. Unternehmensintern wird das Portfolio mithilfe eines Scoring-Systems in drei Marktcluster aufgeteilt, und zwar Wachstumsmärkte, Stabile Märkte und Märkte mit höheren Renditen. Der weit überwiegende Teil der Objekte liegt in den Regionen „Rheinland“, „Ruhrgebiet“ und „Westfalen“, insbesondere in Düsseldorf, Köln, Münster, Aachen, Bonn, mit dem Schwerpunkt auf den Wachstumsmarkt 1-2-Raum-Wohnungen. Zuletzt wurden die Dividende um 10% erhöht und 3,04Euro je Aktie ausgeschüttet was einer Dividendenrendite von über 3% entspricht. Größter Aktionär auch hier ist Blackrock.

Die TAG Immobilien AG mit Sitz in Hamburg ist ein diversifizierter Immobilienkonzern, dessen Aktivitäten ursprünglich sowohl den Wohn- und Gewerbeimmobilienbereich als auch den kompletten Dienstleistungssektor umfassten. Die TAG wurde 1882 als Eisenbahn Aktiengesellschaft Schaftlach-Gmund-Tegernsee gegründet, im Jahr 2000 erfolgte die Neuausrichtung als TAG Immobilien Gesellschaft. 2002 wurde der Bau-Verein zu Hamburg mit rund 4.500 Wohneinheiten erworben. Die jüngste Vergangenheit war geprägt von großvolumigen Zukäufen wie der Colonia Real Estate AG in 2011 mit 19.000 Wohneinheiten und der DKB Immobilien AG in 2012 mit 25.000 Wohneinheiten und der TLG Wohnen mit rund 11.000 Wohneinheiten. Über den TLG-Verkauf durch den Bund hatte es eine Debatte gegeben, da hier die öffentliche Hand offensichtlich selbst kritisierte Steuersparmodelle genutzt hatte, und den Ländern mehrere Millionen Grunderwerbsteuer entgangen sind. Seither ist der Konzern vollends auf den Wohnimmobilienmarkt fokussiert. Ende 2017 wurden rund 83.000 Wohnungen und mehr als 5 Millionen Quadratmetern bewirtschaftet. Als Bestandshalter realisiert die TAG Wertsteigerungspotenziale innerhalb des Portfolios durch aktives Asset Management, also den Ankauf, die Bestandshaltung wie auch die Vermietung und Verwaltung sowie den Verkauf attraktiver Objekte. Der geografische Fokus liegt dabei auf dem deutschen Immobilienmarkt, insbesondere auf Metropolregionen wie Hamburg und Berlin, aber auch auf die Region Salzgitter und die Länder Thüringen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Größter Aktionär ist die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL), die die Zusatzversorgung für Beamte und den öffentlich Bedienstete organisiert. Die Dividende betrug zuletzt 0,65Euro je Aktie, was einer Dividendenrendite von über 3,5% entspricht.

Die Vonovia SE (vorher Deutsche Annington Immobilien SE) mit Sitz in Bochum ist die Mutter einer Unternehmensgruppe, die den größten Player auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt bildet. Mit mehr als 350.000 eigenen und für Dritte verwalteten Wohnungen im Portfolio ist sie die größte privatwirtschaftliche Wohnimmobilien-Gesellschaft in Deutschland und zählt nach ihrer Börsennotierung europaweit zu den Top Playern. Vonovia ist an mehr als 500 Standorten deutschlandweit präsent und versteht sich als Dienstleistungsunternehmen. Einnahmequelle neben den Mieteinnahmen sind Erlöse aus Objektverkäufen. Der Schwerpunkt der Objekte liegt dabei in den alten Bundesländern einschließlich Berlins. Da die Wohnungen der Vonovia im Durchschnitt zwei bis drei Zimmer und eine Größe von 64 qm haben, wird die Gruppe vom demografisch-bedingten Wachstum der Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte künftig profitieren. 2001 wurde die Deutsche Annington erstmals tätig und erwarb ein Großteil der Eisenbahnerwohnungsgesellschaften vom Bund mit rund 65.000 Wohnungen, 2004 übernahm sie rund 4.500 Werkswohnungen von RWE. Ritterschlag war 2005 die Übernahme der Viterra AG (Wohnungsgesellschaft von Raab Karcher, Veba, Eon) mit rund 150.000 Wohnungen. Damit stieg man zum größten privaten deutschen Wohnungsverwalter auf. Kurz darauf übernahm man zudem rund 40.000 Wohneinheiten der Dewag und der Vitus-Gruppe in Norddeutschland. 2015 wurde der Konkurrent Gagfah übernommen und die Südewo mit rund 20.000 Wohneinheiten in Baden-Württemberg. Weitere Übernahmen werden derzeit in Österreich und Schweden angestrebt. Größter Aktionäre sind Blackrock und der norwegische Staatsfonds. Die Dividende betrug zuletzt 1,32Euro je Aktie was einer Dividendenrendite von mehr als 3% entspricht.

Über die DRenta Deutschlandrente® kann man sich bequem ohne großen Aufwand an den genannten Unternehmen beteiligen und partizipiert damit automatisch vom deutschen Immobilienboom und Dividendenauszahlungen. Die Kurzinformation wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, sie ist jedoch nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung zu verstehen, sondern dient lediglich zur allgemeinen Information.

 

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Neue Rekorddividenden in 2018 erwartet

Für die meisten der in der DRenta Deutschlandrente enthaltenen Unternehmen laufen die Geschäfte in diesem Jahr hervorragend. Viele wollen ihre Aktionäre daran teilhaben lassen, und haben gleichbleibende oder höhere Dividendenzahlungen in Aussicht gestellt. Zahlreiche Unternehmen zahlen ununterbrochen seit vielen Jahren eine Dividende, diese nennt man auch Dividendenaristokraten. Als Favoriten nennt die DZ Bank u.a. die Deutsche Euroshop, ein Betreiber von Shopping Malls, und die Allianz, der bekannteste deutsche Versicherungskonzern, die jeweils sieben Mal in den letzten zehn Jahren die Dividende angehoben haben und jetzt auf eine Dividendenrendite von 4,6% bzw. 4,3% kommen. Weitere Favoriten der DZ Bank sind BASF mit acht Dividendenanhebungen und aktuell 3,5% Dividendenrendite sowie Siemens und Axel Springer (Bild-Zeitung) mit sechs Dividendenanhebungen und mehr als 3% Dividendenrendite.
Zu den Top-Dividendenzahler innerhalb der Deutschlandrente gehört der Medienkonzern ProSiebenSat1 mit gut 6,5% Dividendenrendite, es bleibt abzuwarten ob der Konzernumbau auch weiterhin eine so hohe Dividende ermöglicht. Telefonica Deutschland mit seinen bekannten Marken O2 und e-Plus zahlt mit 6,2% Dividendenrendite ebenfalls überdurchschnittlich. Zu den konstantesten Dividendenzahlern mit einer attraktiven Rendite zählen insbesondere die Rückversicherer wie Münchner Rück und Hannover Rück mit 4,8% bzw. 4,6% Dividendenrendite. Mit einer Dividendenrendite von fast 5% können die beiden Premium-Autohersteller BMW und Daimler glänzen.

Da bleibt uns nur noch, uns bei euch für eure Treue zu bedanken und euch ein schönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2018 zu wünschen.

Frohe Weihnachte
Bild: Fotolia, Eduardo Lopez

 

Sixt – ein Familienunternehmen macht mobil

Die Autovermietung Sixt begegnet einem oft als erstes wenn man im Urlaub auf dem Flughafen landet, oder als freche Werbung in Presse und Fernsehen. Mehr als 500 Stationen gibt es allein in Deutschland. Die älteste Vermietstation, die vor über 100 Jahren vom Gründer Martin Sixt eingeweiht wurde, findet man heute noch in der Münchner Seitzstr. 11.

Was damals mit zwei Fahrzeugen begann, ist heute zu einem großen weltweit agierenden Familienkonzern herangewachsen. Sixt bietet heute in über 100 Ländern in über 2200 Vermietstationen, welche teils selbst oder über Franchise-Partner betrieben werden, seine Dienstleistungen an. Damit stellt Sixt eine Flotte von mehr als 215000 Fahrzeugen, vom Kleinst-PKW bis hin zum großen LKW. Nicht nur in der Autovermietung ist Sixt tätig. Als einer der ersten in Deutschland bot Sixt bereits in den sechziger Jahren Auto-Leasing an, die Sparte wuchs in den vergangenen Jahren derart rasant, dass man es als eigenständige Tochtergesellschaft Sixt Leasing ausgliederte und an die Börse brachte.

Neben der Vermietung ist der Gebrauchtwagenhandel ein weiteres Standbein. Zusammen mit Springer hat man zudem eines der ersten Online-Autohäuser, das autohaus24.de, aufgebaut. Mit verschiedenen Autohäusern gibt es Kooperationen, um den Werkstattkunden vorübergehend Ersatzfahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Im Bereich Car-Sharing taucht der Name Sixt zwar nicht öffentlichkeitswirksam auf, aber das Knowhow aus der Vermietung ist begehrt, so dass es mehrere Kooperationen mit Car-Sharing-Unternehmen wie z.B. Drivenow (BMW) gibt. Für das gehobene Segment wurde der Limousinen-Service myDriver ins Leben gerufen.

Im ersten Halbjahr blieb Sixt weiter auf Wachstumskurs, der Halbjahresgewinn stieg um ein Viertel auf mehr als 102Mio Euro bei einem Umsatz von rd. 1,2Milliarden Euro. Sixt gehört zu den attraktiven Dividendenzahlern die in den letzten Jahren die Dividende stetig steigern konnte auf zuletzt 1,65Euro je Aktie, was einer Dividendenrendite von rd. 3% entspricht. Wer auf die Stimmrechte verzichten kann, kann sich über die Vorzugsaktie sogar noch etwas günstiger bei Sixt einkaufen und eine höhere Dividende einstreichen.

Auch gesellschaftlich engagiert sich Sixt. So hilft die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung „Tränchen trocknen“ Kindern in Armut und Not. Schwerpunkt der Stiftung ist die Bekämpfung von Armut, Förderung von Bildung und Verbesserung der medizinischen Versorgung von Kindern. http://www.regine-sixt-kinderhilfe.de

Die Deutschlandrente ist via Indexfonds in Sixt investiert. Die Kurzinformation ist jedoch nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung zu verstehen, sondern dient lediglich zur allgemeinen Information.

Axel Springer – gut vernetzter Medienkonzern

Am 15. August feierte Friede Springer, fünfte Frau des Firmengründers Axel Springer, ihren 75. Geburtstag mit allerlei Polit-, Medien- und Wirtschaftsprominenz. Eigentlich ist das nicht das Ding der milliardenschweren Verlagserbin. Bekannteste Marke im Springer Konzern ist die BILD-Zeitung, da wollten natürlich Viele ihre Glückwünsche persönlich übermitteln, denn die BILD kann Politiker, Sportler und Firmen groß herausbringen aber genauso andersherum wieder unsanft landen lassen. Das weiß man im Establishment.

Aber Springer ist weit mehr als die BILD, inzwischen ist der 1946 gegründete Verlag zu einem internationalen Internet- und Medienkonzern mit rund 15000 Mitarbeitern und über 3 Milliarden Euro Umsatz herangewachsen. Im Printbereich gehören neben BILD, BILD am Sonntag, SportBILD, AutoBild, Computerbild, auch Die Welt, BZ und Rolling Stone zum Portfolio. Ein Großteil der Erlöse kommen inzwischen über das Internet, zum einen über Werbeerlöse und Vermarktung von Inhalten wie Idealo.de, Finanzen.net, aber auch z.B. über Online-Portale wie die Vermittlung von Ferienhäusern, oder die Vermittlung von Mietwohnungen und Häusern (Immonet), oder über das Jobportal StepStone. Auch der Nachrichtensender N24 gehört zum Springer-Konzern.

Axel Springer erzielt mit seinem stabilen Geschäftsmodell regelmäßige Umsätze von über 3Mrd. Euro und hohe Cashflows. Die Dividende wurde von 1,80Euro je Aktie auf 1,90Euro erhöht, was einer sehr attraktiven Dividendenrendite von 3,7% entspricht.

Die Deutschlandrente ist via Indexfonds in Axel Springer investiert. Die Kurzinformation ist jedoch nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung zu verstehen, sondern dient lediglich zur Information.

DRenta Deutschlandrente Axel Springer Chart