{"id":81,"date":"2018-06-22T12:30:12","date_gmt":"2018-06-22T12:30:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.deutschlandrente.org\/?p=81"},"modified":"2018-06-22T12:30:12","modified_gmt":"2018-06-22T12:30:12","slug":"siemens-ueberholt-dow-jones-gruendungsmitglied-general-electric","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.deutschlandrente.org\/?p=81","title":{"rendered":"SIEMENS \u00fcberholt Dow Jones Gr\u00fcndungsmitglied General Electric"},"content":{"rendered":"<p>Von der kleinen Berliner Hinterhofwerkstatt zur Weltfirma \u2013 nur wenige Unternehmen k\u00f6nnen auf eine so lange und erfolgreiche Historie wie Siemens zur\u00fcckblicken. Was vielen seiner Vorg\u00e4nger noch misslungen ist, gelang nun Joe Kaeser. Deutschlands Vorzeigeunternehmen konnte seinen erbitterten Rivalen und einstmals wertvollstes Unternehmen der Welt und Gr\u00fcndungsmitglied im Dow Jones Industrial Average Index \u2013 General Electric \u2013 vor kurzem im Unternehmenswert \u00fcberholen. F\u00fcr General Electric kommt es noch bitterer, nach \u00fcber 100 Jahren Indexzugeh\u00f6rigkeit muss das Unternehmen im Dow Jones Index einer Drogeriekette weichen. Siemens surft hingegen in Deutschland derzeit auf einer Erfolgswelle und ist das zweitwertvollste deutsche Unternehmen, hinter SAP.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst zur\u00fcck zur Hinterhofwerkstatt. Mit der Konstruktion des <strong>Zeigertelegrafen<\/strong> legt <strong>Werner von Siemens<\/strong> 1847 den Grundstein f\u00fcr das heutige Unternehmen. F\u00fcr die Herstellung seines Apparats gr\u00fcndet Werner von Siemens mit dem Feinmechaniker Johann Georg Halske die \u201e<strong>Telegraphen-Bauanstalt von Siemens &amp; Halske<\/strong>\u201c. Die Zehn-Mann-Werkstatt nimmt am 12. Oktober 1847 in einem Berliner Hinterhof in der Sch\u00f6neberger Stra\u00dfe 19 den Betrieb auf. \u00a01848 erh\u00e4lt Siemens den Auftrag, die erste Ferntelegrafenverbindung Europas zu bauen. Die rund 670 Kilometer lange, weitgehend unterirdisch verlaufende Linie zwischen Berlin und Frankfurt am Main geht im Februar 1849 in Betrieb. Im M\u00e4rz desselben Jahres wird Friedrich Wilhelm IV. zum Deutschen Kaiser gew\u00e4hlt. Dank der neuen Kommunikationstechnik wird die Nachricht aus Frankfurt innerhalb von nur einer Stunde in Berlin bekannt. Kurze Zeit sp\u00e4ter expandiert Siemens nach Russland und baut eine Telegrafenleitung von Warschau bis nach Sankt Petersburg, wo Carl von Siemens eine Niederlassung aufbaute. 1858 folgt eine weitere Niederlassung in London, wo sp\u00e4ter eine Kabelfabrik hinzukommt. Von dort begann 1870 der Bau eines \u00dcberseekabels nach Amerika, das das bis dahin bestehende Monopol aufbrechen sollte, 1875 wurde die Telegrafenlinie in Betrieb genommen und konnte durch ihre bessere Qualit\u00e4t \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Zur Gewinnung und Bindung von Fachkr\u00e4ften beteiligt Siemens bereits 1858 seine Mitarbeiter am Unternehmenserfolg, was auch heute noch der Fall ist, so werden Mitarbeiter-Aktien zu verg\u00fcnstigten Konditionen ausgegeben. Damit ist Siemens Vorreiter in Sachen Mitarbeiterbeteiligung und sehr erfolgreich damit, der gr\u00f6\u00dfte Teil nimmt das Angebot an, es gilt als eines der erfolgreichsten Modelle in Deutschland. 1872 gibt Werner von Siemens die Gr\u00fcndung einer Pensions-, Witwen- und Waisenkasse f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten bekannt. Die Arbeiter haben von nun an Anspruch auf Zahlung einer Pension, deren H\u00f6he sich nach der Dauer der Betriebszugeh\u00f6rigkeit richtet, der Vorl\u00e4ufer der betrieblichen Altersversorgung sozusagen. 1873 f\u00fchrt Siemens &amp; Halske in Berlin den Neun-Stunden-Arbeitstag ein, 1891 wird das t\u00e4gliche Arbeitspensum auf achteinhalb Stunden reduziert.<\/p>\n<p>1866 gelingt T\u00fcftler Werner von Siemens seine wohl bedeutendste Leistung. Er entdeckt das dynamoelektrische Prinzip und konstruiert den Wegbereiter moderner Gro\u00dfgeneratoren: die <strong>Dynamomaschine<\/strong>. 1875 ist der Dynamo serienreif. Die M\u00f6glichkeit, elektrische Energie in gro\u00dfen Mengen wirtschaftlich erzeugen und verteilen zu k\u00f6nnen, befl\u00fcgelt die gesamte Wirtschaft. Erste Anwendungsfelder sind die elektrische Beleuchtung und der Antrieb mit Elektromotoren. 1879 wird das erste Privathaus Deutschlands elektrisch beleuchtet. Wenige Wochen sp\u00e4ter pr\u00e4sentiert Siemens &amp; Halske die erste elektrische Eisenbahn der Welt. F\u00fcr internationales Prestige sorgt der Bau einer Telegrafenleitung bis nach Indien, was die Informations\u00fcbermittlung zwischen Indien und Europa von 30 Tagen auf rund 30 Minuten verk\u00fcrzt.<\/p>\n<p>1890 \u00fcbergibt Werner von Siemens die Leitung an seinen Bruder Carl und seine S\u00f6hne Arnold und Wilhelm, ehe er 1892 verstirbt. Zu diesem Zeitpunkt besch\u00e4ftigt Siemens &amp; Halske bereits 6500 Mitarbeiter. Zu dieser Zeit beginnt die Expansion nach S\u00fcdafrika wo man am <strong>Goldrausch<\/strong> mitverdienen m\u00f6chte. In der N\u00e4he von Johannesburg errichtet Siemens mehrere Drehstrom-Kraftwerke, die die Goldminen und aufstrebenden Goldgr\u00e4berst\u00e4dte \u00fcber Hochspannungsleitungen mit Strom versorgen. 1897 wird Siemens &amp; Halske in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, um sich leichter im kapitalintensiven Gesch\u00e4ftsfeld finanzieren zu k\u00f6nnen. 1903 \u00fcbernimmt Siemens den Konkurrenten <strong>Schuckert<\/strong> aus N\u00fcrnberg, um sich so besser im Stark- und Schwachstrom aufzustellen. Das starke Wachstum f\u00fchrt letztlich dazu, dass Siemens um die Jahrhundertwende beginnt, einen eigenen Stadtteil in Berlin Spandau f\u00fcr sich und seine Mitarbeiter auf- und ausbaut, heute auch bekannt als <strong>Siemensstadt<\/strong> mit der pr\u00e4gnanten Turmuhr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-82\" src=\"http:\/\/blog.deutschlandrente.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/siemens_turm_uhr.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"800\" srcset=\"http:\/\/blog.deutschlandrente.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/siemens_turm_uhr.jpg 600w, http:\/\/blog.deutschlandrente.org\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/siemens_turm_uhr-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Im ersten Weltkrieg ist Siemens wie viele Firmen in die R\u00fcstungsproduktion eingebunden, neben der Fernsprechtechnik und Scheinwerfern, wird auch die Entwicklung von Flugzeugmotoren vorangetrieben. Nach dem Kriegsende verliert Siemens nahezu alle Auslandstochtergesellschaft und \u2013patente, und damit einen Gro\u00dfteil seiner Wirtschaftskraft. Fortan will man sich auf die Elektrotechnik konzentrieren. 1919 gr\u00fcndet man zusammen mit der Auerbachgesellschaft und AEG die <strong>OSRAM<\/strong> GmbH KG, um die Kr\u00e4fte der Gl\u00fchlampenherstellung zu b\u00fcndeln. Nachdem die ersten Fernsprechleitungen \u00fcberwiegend Freileitungen waren, und damit sehr st\u00f6ranf\u00e4llig, begann Siemens damit durch eine Art Verst\u00e4rker die Gespr\u00e4chsqualit\u00e4t zu verbessern und immer mehr Leitungen unterirdisch zu verlegen. Nach und nach werden auch die alten Gesch\u00e4ftsbeziehungen ins Ausland wieder aufgenommen. 1925 bis 1929 verantwortet Siemens als Generalunternehmer den Bau des <strong>Wasserkraftwerkes Ardnacrusha<\/strong> am Flu\u00df Shannon in Irland, wo drei 30MW-Generatoren Strom erzeugen.<\/p>\n<p>Siemens Einstieg in die Medizintechnik begann 1924 mit der Beteiligung an <strong>Reiniger, Gebbert &amp; Schall<\/strong>, um diese sp\u00e4ter ganz zu integrieren und als Siemens-Reiniger-Werke fortzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Im zweiten Weltkrieg werden ein Gro\u00dfteil der Industrieanlagen von Siemens zerst\u00f6rt, noch nutzbaren Anlagen werden von der Sowjetarmee abgebaut und als Reparationsleistungen in die Sowjetunion transportiert. Siemens Patente und Namensrechte werden annulliert und freigegeben. Die Wiederauferstehung von Siemens startet vor allem aus Bayern heraus, aus Hof (Schuckert Werke), Erlangen (Reiniger-Werke) und M\u00fcnchen, wo der neue Hauptsitz von Siemens &amp; Halske entsteht, und weil die Lage in Berlin problematisch bleibt. Nachdem die Alliierten die Handelsbeschr\u00e4nkungen lockern, kauft Siemens Produktionsgesellschaften sowie Patente und Namensrechte zur\u00fcck. Man kann erste Gro\u00dfauftr\u00e4ge in Argentinien und Saudi Arabien ans Land ziehen, der Anteil an Auslandsgesch\u00e4ften erreicht 1956 bereits wieder 25%. 1957 steigt man in die Digitaltechnik ein und baut unter dem Namen <strong>SIMATIC<\/strong> das erste transistorgesteuerte Steuerungssystem und legt damit den Grundstein f\u00fcr die elektronische Industrieautomatisierung. In der Wirtschaftswunderzeit steigt auch die Nachfrage nach den Siemens Konsumg\u00fctern wie Waschmaschinen, K\u00fchlschr\u00e4nke, Radios und Fernsehger\u00e4te. Zun\u00e4chst werden diese in der Siemens Electroger\u00e4te AG geb\u00fcndelt, sp\u00e4ter durch den zunehmenden Wettbewerb eine Kooperation mit Bosch eingegangen, die letztlich 1967 im Gemeinschaftsunternehmen <strong>Bosch-Siemens-Hausger\u00e4te<\/strong> GmbH m\u00fcndet. 2015 gehen die Siemens- Anteile komplett an Bosch \u00fcber. Aus Siemens &amp; Halske, Siemens Schuckertwerke und Siemens Reiniger Werke wird 1966 die Siemens AG, mit sechs Gesch\u00e4ftsbereichen: Bauelemente, Datentechnik, Energietechnik, Installationstechnik, Nachrichtentechnik und Medizintechnik.<\/p>\n<p>Die Globalisierung und der technische Fortschritt bringen Siemens dazu, immer mehr in die Forschung zu investieren. So entsteht ab 1975 in M\u00fcnchen-Perlach ein neues Forschungszentrum, die Denkfabrik f\u00fcr Datentechnik, und leitet den Wandel vom Elektro- zum Elektronikkonzern ein. Mit einem gro\u00dfen Kraftakt und in einer Kooperation zun\u00e4chst mit Philipps sp\u00e4ter mit Toshiba steigt Siemens in die Micro-Chips-Produktion ein, ab 1987 werden in Regensburg 1Mbit-Chips hergestellt. Sp\u00e4ter wird das Gesch\u00e4ft als <strong>Infineon<\/strong> ausgelagert und an den <strong>Neuen Markt<\/strong> an die B\u00f6rse gebracht. 1990 wird die <strong>Nixdorf Computer<\/strong> AG \u00fcbernommen, zun\u00e4chst als SNI weitergef\u00fchrt, sp\u00e4ter an Fujitsu weitergereicht. Nachdem Heinrich von Pierer in den 90er Jahren Siemens ein Effizienzprogramm auferlegt hatte und mehr in Richtung Kapitalmarkt ausgerichtet hatte, ging sein Nachfolger Klaus Kleinfeld wieder mehr in Richtung Zukunftsorientierung und richtete Siemens auf die S\u00e4ulen Energie, Infrastruktur und Gesundheit aus. Zu diesem Zweck richtete Kleinfeld das Unternehmen auf die drei <strong>Megatrends<\/strong> der Zeit aus: die Konzentration von Menschen in St\u00e4dten, die Zunahme der Weltbev\u00f6lkerung im Zeichen des demografischen Wandels und der sich beschleunigende Klimawandel. Diese Trends decken die zentralen Siemens-Arbeitsfelder Energie und Umwelt, Automatisierung und Infrastruktur im \u00f6ffentlichen und privaten Bereich sowie Gesundheit ab. Auch die Akquisitionen orientieren sich daran. So verst\u00e4rkte sich das Unternehmen im Bereich Wasserversorgung mit der amerikanischen Gesellschaft <strong>USFilter<\/strong>, im Energiebereich mit dem Weltmarktf\u00fchrer f\u00fcr Offshore-Windkraftanlagen <strong>Bonus Energy<\/strong>, im Industriesegment mit dem Getriebehersteller <strong>Flender<\/strong> und in der Medizintechnik mit<strong> CTI Molecular Imaging<\/strong>. Auch im Bereich Digitalisierung und Automatisierung blieb Siemens nicht unt\u00e4tig und kaufte die amerikanische <strong>UGS Corp<\/strong>., einen Spezialisten f\u00fcr Produktdatenmanagement, Design und Simulation von Fertigungsprozessen. Mit der Akquisition von <strong>LMS<\/strong>, Spezialist f\u00fcr mechanische Simulation, <strong>CD-adapco<\/strong>, ein Spezialist f\u00fcr Str\u00f6mungsmechanik und <strong>Mentor Graphics<\/strong>, ein Spezialist f\u00fcr Halbleiterkonstruktion, kommt Siemens der Idee einer Digitalen Fabrik immer n\u00e4her.<\/p>\n<p>2013 wird <strong>Joe Keaser<\/strong> neuer Vorstandsvorsitzender und stellt seine Vision 2020 vor. Mit ihr soll sich auf die Wachstumsfelder Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung konzentriert werden. 2014 erwirbt man von Rolls Royce das Gesch\u00e4ft mit aero-derivativen Gasturbinen und Kompressoren, 2015 mit <strong>Dresser-Rand<\/strong> den US-Weltmarktf\u00fchrer f\u00fcr im Bereich Kompressoren, Dampf-und Gasturbinen. 2016 startet Siemens mit <strong>next47<\/strong> eine Innovationsinitiative mit der der Startups unterst\u00fctzt werden sollen und Potentiale f\u00fcr Siemens entdeckt werden sollen. Daneben geht der Konzernumbau weiter, die wettbewerbsintensive Windkraftsparte fusioniert zu <strong>Siemens Gamesa<\/strong>, der Turnaround und die Marktf\u00fchrerschaft wird bis 2020 angestrebt, allerdings werden wohl auch 6000 Arbeitspl\u00e4tze abgebaut. Vor kurzem wurde die Fusion der Eisenbahnsparte von Siemens und der franz\u00f6sischen <strong>Alstom<\/strong> besiegelt, mit mehr als 15Milliarden Umsatz und \u00fcber 60000 Mitarbeitern entsteht hier ein echtes Schwergewicht. Die Zentrale f\u00fcr Schienenfahrzeuge wird in Paris angesiedelt, die f\u00fcr Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen in Berlin, die betroffenen Mitarbeiter erhalten eine vierj\u00e4hrige Jobgarantie. Nicht ganz rund l\u00e4uft es in der Sparte Power &amp; Gas, die teils umstrittene deutsche bzw. europ\u00e4ische Umweltpolitik und das Embargo gegen Russland f\u00fchrten zu starken Auftragsr\u00fcckg\u00e4ngen. Die eigentlich notwendige Kapazit\u00e4tsanpassung wird von Gewerkschaften und von der Politik scheinheilig blockiert, obwohl sie ja an der Situation nicht ganz unschuldig sind. So bleibt die Zukunft der Siemens Kraftwerkssparte weiter offen, inzwischen wird sogar \u00fcber einen Verkauf nachgedacht, ein m\u00f6glicher K\u00e4ufer k\u00f6nnte ausgerechnet der langj\u00e4hrige Rivale General Electric werden. Deutlich besser l\u00e4uft es f\u00fcr die Medizintechniksparte, die k\u00fcrzlich als <strong>Siemens Healthineers<\/strong> furios an der B\u00f6rse durchgestartet ist. In einem unruhigen B\u00f6rsenumfeld konnte die Healthineers Aktie mehr als 20 Prozent seit dem B\u00f6rsengang zulegen. Besonders stark ist man bei <strong>R\u00f6ntgenger\u00e4ten, Computertomographen<\/strong> vertreten, aber auch bei der Labortechnik und modernen eHealth-L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsjahr 2017, das am 30. September 2017 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 83 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 6,2 Milliarden Euro und hatte weltweit rund 370.000 Besch\u00e4ftigte. Gut die H\u00e4lfte des Gewinns wurde als <strong>Dividende<\/strong> an die Aktion\u00e4re verteilt, <strong>3,70Euro<\/strong> je Aktie. Davon profitierten auch die zahlreichen Mitarbeiter-Aktion\u00e4re, mehr als die H\u00e4lfte der Belegschaft nutzt das Angebot Mitarbeiter-Aktien zu beziehen, und es z\u00e4hlt damit zu den erfolgreichsten Mitarbeiterbeteiligungsmodellen in Deutschland. Vorstandschef Joe Keaser w\u00fcrde das erfolgreiche Modell der <strong>Mitarbeiter-Aktie<\/strong> gerne mehr in Deutschland verbreiten, wird aber von Politikern und Gewerkschaftern ausgebremst. Stattdessen arbeitet die Politik bei der Altersvorsorge an neuen Zwangsrentenmodellen. Das halten wir f\u00fcr falsch, zum einen ist Zwang eine Entm\u00fcndigung, und zum anderen ist ein Verm\u00f6gensaufbau \u00fcber eine Beteiligung der Arbeitnehmer an den Unternehmensgewinnen die bessere L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Die <strong>Deutschlandrente<\/strong> ist via Indexfonds in Siemens investiert. Die Kurzinformation ist jedoch nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung zu verstehen, sondern dient lediglich zur allgemeinen Information.<br \/>\n(Quelle: Siemens, eigene Recherchen)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der kleinen Berliner Hinterhofwerkstatt zur Weltfirma \u2013 nur wenige Unternehmen k\u00f6nnen auf eine so lange und erfolgreiche Historie wie Siemens zur\u00fcckblicken. Was vielen seiner Vorg\u00e4nger noch misslungen ist, gelang nun Joe Kaeser. 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